Verkaufte Lose helfen kranken Kindern

„Damit kranken und verletzten Kindern und ihren Familien weiterhin die bestmögliche Behandlung und Betreuung angeboten werden kann, braucht es Spenden für den batzebär“, erklärt Dr. Daniel Garcia, Chefarzt und Direktor des Notfallzentrums für Kinder und Jugendliche im Inselspital.

Er freut sich auf den Charity-Panorama-Brunch im Kursaal Bern und hofft, dass viele Tombola-Lose verkauft werden. Denn der Kursaal Bern verdoppelt die eingenommenen Spenden zugunsten des batzebär. 

Womit hilft der batzebär bei ihrer Arbeit im Kinderspital?
Der batzebär finanziert nur Sachen, die aus dem normalen Betrieb nicht finanziert werden können. Im Bereich der Forschung wird das ausserhalb der Kinderkliniken oft nicht so wahrgenommen. In den Kliniken selbst findet sich der batzebär schon oft: In den Warteräumen gibt es Einrichtungsgegenstände, Fotos und Zeichnungen oder beispielsweise das Wimmelbärenposter. Das ist wichtig bei der Behandlung der Kinder. Denn Kinder werden ja nicht wie Erwachsene über die Vernunft angesprochen, sondern über Geschichten, Farben und Bilder. Wenn die Kinder sich wohlfühlen, dann ist die Arbeit für das Behandlungsteam leichter. Im Rückschluss ist es dann auch für die Kinder einfacher.

Was plant der batzebär mit den beim Charity Brunch eingenommenen Spenden?
Sie werden nächstes Jahr eingesetzt für die Unterstützung von geeigneten Projekten. Die Fondskommission trifft eine sorgfältige Auswahl und entscheidet über die Finanzierung.

Welches ist das aus Ihrer Sicht gelungenste Projekt des batzebär?
Gute Projekte sind die, welche alle Kinderkliniken beteiligen. Mir fallen die Simulationspuppen ein, an denen Notfallsituationen mit Kindern geübt werden können. Die lebensgrossen Puppen sind voll mit Technik und kosten viel Geld. Sie husten, reden, übergeben sich, und das alles sehr wirklichkeitsnah. Wir könnten sie mit dem normalen Budget gar nicht finanzieren. Inzwischen üben die Teams aller Kinderkliniken regelmässig daran. Das ist ein gelungenes und nachhaltiges Projekt.

Warum braucht es den batzebär?
Weil die Behandlung kranker Kinder und Jugendlicher viel aufwändiger und teurer ist als die meisten Menschen vermuten. Dazu kommt, dass auch die Forschung in der Medizin für Kinder teurer, aufwändiger und nicht sehr lukrativ ist. Kinder haben da einfach keine Lobby. So ist der batzebär nötig, um erstens Kindern den Aufenthalt im Spital so angenehm wie möglich zu gestalten und zweitens, um spezifische Forschung für Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.

 Verkaufte Lose helfen kranken Kindern