Feine Nase für edle Knollen

Maiki ist ein Labrador Retriever und unterwegs für den leckeren Geschmack, sehr zur Freude seiner Besitzerin, Susanne Sieber. Als sie den lebhaften Vierbeiner aus dem Tierheim geholt hat, war nicht klar, dass Maiki eine echte Supernase hat. Heute ist Maiki eine erfolgreicher Trüffelhund, seine erschnüffelten Schätze kommen im Meridiano auf den Tisch.

„Labrador sind Jagdhunde, sehr menschenbezogen  und mit einer sehr feinen Nase“ , erklärt Susanne Sieber. Maiki war „ein wilder Feger.“ Ihr war schnell klar: Der Hund braucht Beschäftigung. Weil sie sehr gerne Trüffel isst, war die Lösung einfach: Sie trainierte mit Maiki das Trüffelsuchen. „Ich habe nicht geglaubt, dass wir Erfolg haben  Aber es war eine gute Möglichkeit, Maiki etwas auszulasten.“ Dann hat der clevere Hund schnell die ersten Knollen gefunden. „Ich hatte eine Riesenfreude und Maiki auch, da er gleich alle Leckerlis bekam, die ich dabei hatte.“

Jetzt ist das Trüffelduo zwei- bis dreimal in der Woche unterwegs, denn von September bis Dezember ist Hochsaison für die besonderen Pilze. „ Mehr bringt nichts, da die Trüffelplätze immer wieder Ruhe brauchen, damit die Trüffel wachsen können.“ Dass Trüffelsucher Sorge zur Natur tragen, ist Susanne Sieber wichtig. „Ich lasse Maiki graben. Wenn ich den Trüffel sehe, übernehme ich und grabe ihn sorgfältig aus. Dann zeige ich ihn Maiki, lobe ihn und gebe ihm feine Leckerlis. Anschliessend lege ich ein kleines Stückchen Trüffel in das Loch als Dankeschön und fülle das Loch wieder mit Erde, damit die feinen Wurzeln nicht austrocknen.“

In der Schweiz finden sich nicht so viele kostbare Knollen wie beispielswiese in Italien. Aber einen Vorteil haben die erschnüffelten Trüffeln von Maiki sicher:  Sie sind schnell beim Koch. „Manchmal kann ich sagen, vor zwei Stunden war dieser Trüffel noch im Waldboden, frischer geht’s wirklich nicht.“

Feine Nase für edle Knollen